Fouad Parent ist bereits seit acht Jahren Teil der Partou-Familie und hatte dabei
verschiedene Aufgaben: vom Teamplaner bis zum Niederlassungsleiter. All diese
Kenntnisse kann er bei der Koordinierung der Aktivitäten in der Region Utrecht,
für die er nun seit anderthalb Jahren verantwortlich ist, hervorragend einsetzen. Rund
hundert Partou-Niederlassungen stehen unter seiner Obhut.
„Es gibt Teams, denen es leicht fällt, sich Aktivitäten für die Kinder auszudenken und
sie durchzuführen“, erklärt er. „Aber es gibt auch Niederlassungen mit vielen neuen
Kollegen oder Zeitarbeitern, die noch weniger Erfahrung und Geschick besitzen oder
die nicht wissen, wie sie in bestimmten Fragen am besten mit den Eltern
kommunizieren können. Wir versuchen dabei mit Tipps und Ideen zu helfen.“
Die Aktivitäten, an denen die Kinder in den Partou-Niederlassungen teilnehmen,
gliedern sich in sechs Themen. Jedes Thema hilft einem Kind, sich in einem
bestimmten Bereich weiterzuentwickeln. Die Erzieherinnen und Erzieher achten
darauf, dass alle Kinder von allen Themen in ihrer Entwicklung ein Stück weit
profitieren, erläutert Fouad: „Wir verfügen über die digitale Plattform DoenKids als
Hilfsmittel. Sie enthält Richtlinien und Ideen für die Aktivitäten, die die Mitarbeiter im
Laufe der Woche mit den Kindern unternehmen können.“
Entwicklung in verschiedenen Bereichen
Das Thema „Fantasie & Basteln“ versucht zum Beispiel, die Kreativität der Kinder
anzuregen und zu entwickeln, indem sie sich mit Baumaterialien an die Arbeit
machen. „Wir versuchen ihnen dabei zu vermitteln, dass der Prozess immer wichtiger
ist als das Endergebnis“, erklärt Fouad. Ein anderes Thema heißt „Bühne & Ausdruck“.
Die Kinder werden ermutigt, sich mit Tanz und Theater auszudrücken: „Dieses Thema
trägt zur Förderung der Sprachentwicklung bei. Gleichzeitig ist es aber auch eine
gute Möglichkeit, die Botschaft zu vermitteln, dass jeder Mensch anders ist und dass
das gut so ist.“
Ballspiele fallen in der Regel unter das Thema „Miteinander & Spielen“, bei dem es um
das Schließen von Freundschaften geht. Bei „Neugierde & Entdecken“ stehen
Technik, Wissenschaft und Medien im Mittelpunkt: „Wir bringen den Kindern bei,
dass es gut ist, Dinge selbst zu untersuchen und neues Wissen und neue Erfahrungen
zu sammeln.“
Das Thema „Grün & Gesund“ bringt den Kindern die Natur und gesunde Ernährung
näher. „Unter dieses Thema fällt beispielsweise die beliebte Geschmackssafari“,
schwärmt Fouad. „Hierbei erfahren die Kinder, dass Gemüse essen sehr gut und
gesund ist. Für die ganz Kleinen, also die 0- bis 2-Jährigen, kann dies eine Möglichkeit
sein, die verschiedenen Farben besser kennenzulernen.“
Das letzte Thema ist „Sport & Bewegung“. „Wir wollen vermitteln, dass Sport gesund
ist. Dabei fördern diese Aktivitäten auch die motorische Entwicklung der Kinder.“
Nach eigenem Ermessen
Die Kita-Mitarbeiter können die verschiedenen Themen nach eigenem Ermessen
interpretieren, betont Fouad. „Wichtig ist vor allem, dass sie für Abwechslung im
Aktivitätenangebot für die Kinder sorgen“, erklärt er. „Das erfordert übrigens mehr
Planung, als manche erwarten würden“, fügt der Koordinator hinzu. „Die wenigsten
Kinder sind jeden Tag im Hort beziehungsweise in der Tagesbetreuung. Deshalb ist
es manchmal nicht so einfach, dafür zu sorgen, dass ein Kind, das beispielsweise zwei
Tage in der Woche bei uns ist, trotzdem bei allen Themen mitmacht.“
Einfach ausprobieren
Lacht Fouad, „merkt man, dass die Kinder mit zunehmendem Alter weniger leicht
zufrieden sind. Vor allem, wenn sie etwa zehn oder elf werden, werden sie mitunter
widerspenstiger. Es kostet dann mehr Mühe, sie für bestimmte Aktivitäten zu
begeistern.“ Die Erzieherinnen und Erzieher geben sich Mühe, diese Jugendlichen
dennoch zu motivieren, an einem Spiel teilzunehmen: „Probiert es einfach aus, und ihr
werdet merken, ob es euch gefällt! Es steht den Kindern letztlich immer frei, nein zu
sagen, aber wenn sie sich für etwas entschieden haben, müssen sie es auch zu Ende
bringen. Wenn wir mit ihrer Anwesenheit rechnen, müssen wir auch darauf zählen
können.“
Fouad versucht, seine Aktivitäten auch auf die aktuellen Themen der Gesellschaft
abzustimmen. „Das Thema Medien ist in den letzten Jahren viel wichtiger geworden,
nicht zuletzt weil Themen wie Fake News in der Gesellschaft an Bedeutung
gewonnen haben“, erklärt er. Dabei stößt der Koordinator übrigens auch an
rechtliche Grenzen. „Wir würden für die älteren Kinder gerne mehr Aktivitäten in
Kombination mit bestimmten sozialen Medien organisieren. Dabei müssen wir aber
sehr genau auf die Vorschriften der DSGVO und die eventuell entstehenden
Datenschutzrisiken achten. Ja, Sport und Spiel ist heute etwas ganz anderes als
früher, als ich als Junge auf der Straße Verstecken gespielt habe!“