Letztendlich ist das Ziel von Partou in allen Ländern dasselbe: jedem Kind den bestmöglichen Start zu bieten. Aber abgesehen von dieser Basis hat jedes Land seine eigenen Vorgaben, Regeln und Strukturen, die Anbieter wie Partou berücksichtigen müssen. In Deutschland gilt dies sogar in jedem Bundesland und jeder Stadt, erklärt Geschäftsführerin Nicolette Hehn.
„Die niederländische Kinderbetreuung ist sehr gut und zentral organisiert“, sagt sie. „Es gibt klare, landesweit geltende Rechtsvorschriften, die alle Betreuungsstätten einhalten müssen. In Deutschland ist das anders. Obenan stehen verschiedene bundesweite Programme und Rahmengesetze, die ein hochwertiges und umfassendes Angebot an Kinderbetreuung sicherstellen sollen. Für deren Umsetzung und die Subventionierung der Kinderbetreuung für die Eltern sind in erster Linie die Bundesländer sowie kommunale Stellen zuständig. Die Regeln für die Belegung, die Qualitätskriterien für Kinderbetreuungseinrichtungen, die Finanzierung und die Zuständigkeiten sind daher je nach Bundesland unterschiedlich.“ In der Praxis bedeutet dies viel mehr Verwaltungsaufwand und viel mehr auf die jeweilige Betreuungseinrichtung zugeschnittenes Arbeiten. Deutschland hat 16 Bundesländer mit viel Autonomie, wodurch besser auf regionale Probleme und Möglichkeiten eingegangen werden kann. “Das führt jedoch auch zu Komplexität aufgrund unterschiedlicher Gesetze und Vorschriften in den einzelnen Ländern,“ erläutert Hehn. „Es ist nicht nur in der Kinderbetreuung eine Herausforderung, die Arbeit adäquat zu gestalten, wenn man in mehreren Bundesländern tätig ist.“
Expertenteams
Partou Deutschland bietet derzeit in fünf Bundesländern Kinderbetreuung an und besitzt Servicebüros in Wuppertal, Friedberg und Hamburg. Hier verfügt Partou über spezielle Teams, die den Betreuungseinrichtungen helfen, im Rahmen der lokalen Gegebenheiten und Vorschriften die bestmögliche Kinderbetreuung zu bieten.
Jedes Bundesland und/oder jede Stadt hat ihre eigenen Bedingungen, Finanzierungsarten und manchmal sogar Vorschriften, die sich direkt auf die Qualität der Kinderbetreuung auswirken. „In Nordrhein-Westfalen zum Beispiel ist die Nachfrage nach Kinderbetreuung sehr hoch, aber die verfügbare Finanzierung für Eltern ist begrenzt“, erläutert sie. „Deshalb arbeiten wir dort mit Unternehmen und verschiedenen Behörden zusammen, um den Eltern möglichst gut und schnell zu helfen. In Hamburg ist die Situation ganz anders. Dort bekommen die Eltern von den Behörden einen Gutschein, mit dem sie selbst eine Kita aussuchen können, die zu ihnen und ihrem Kind passt.“ Positiv zu vermerken ist, dass die deutschen Gesetze, was die Betreuung von Kindern mit Behinderungen in der Regelbetreuung angeht, fortschrittlicher sind als in den Niederlanden. Dadurch wird die Integration gefördert. Partou bietet in Deutschland immer mehr Plätze für Inklusionskinder an.
Niederländische Erfahrung
Partou Deutschland wächst und hat sich zum Ziel gesetzt, noch mehr Kindern die bestmögliche Betreuung zu bieten. „Es ist sehr schön, dass wir dafür auch die Expertise unserer niederländischen Kolleginnen und Kollegen nutzen können.“ In den Niederlanden sind Kenntnisse und Erfahrungen über z. B. die Entwicklung von Kindern – von der Wissenschaftsabteilung bereitgestellt –, Nachhaltigkeit, und die Digitalisierung von Prozessen vorhanden, so dass sich die Erzieherinnen und Erzieher auf die Kinder konzentrieren können. Je mehr Partou Deutschland wächst, desto einfacher wird es auch hier, über mehr von diesen speziellen Kompetenzen zu verfügen.
Vor kurzem kamen die Kitas von Kita Käptn Kaninchen in Hamburg zu Partou. Darüber hinaus eröffnet Partou Deutschland auch selbst neue Kinderbetreuungseinrichtungen. „Wir beteiligen uns an Ausschreibungen von Gemeinden oder Unternehmen für neue Betreuungsstätten und überzeugen die zuständigen Instanzen, weil die Entwicklung der Kinder bei uns aufgrund unseres speziellen Ansatzes im Mittelpunkt steht und weil wir ein starker und zuverlässiger Partner sind. Wir bieten dann unser Wissen und unsere Erfahrung an, um die Infrastruktur der Kinderbetreuung rasch zu erweitern“, betont Hehn. Partou untermauert seine Pläne möglichst mit den wissenschaftlichen Erkenntnissen über die beste Pflege und die kindliche Entwicklung, die in den letzten Jahren in unter anderem den Niederlanden gewonnen wurden.
„Deutsche Eltern sind im Allgemeinen etwas konservativer als niederländische“, erklärt Hehn. „Kinder besuchen oft erst ab einem Jahr eine Kindertagesstätte. Es ist unsere Aufgabe, die Eltern davon zu überzeugen, dass wir ein Partner bei der Erziehung sind und genau wie die Eltern das Beste für ihre Kinder wollen, dass wir als Partou dazu beitragen, einem Kind den bestmöglichen Start ins Leben zu ermöglichen. Und letztlich trägt