Eine neue Türklingelanlage für die Kita, der Austausch der Klimaanlage und die neuen Gebühren für das kommende Jahr – das sind nur drei Themen, mit denen sich der Elternrat von Switch/Skala in Bergschenhoek in den letzten Monaten beschäftigt hat. Der Ausschuss tritt vier- bis sechsmal im Jahr zusammen, um die neuesten Entwicklungen, Veränderungen und eventuellen Probleme in den Betreuungsstätten zu besprechen. Bei Bedarf schlägt der ER Alarm oder berät sich mit der Niederlassungsleitung oder sogar mit der Landesleitung von Partou.
„Wir versuchen im Namen der Eltern, den normalen Alltag in den Betreuungsstätten im Auge zu behalten“, erklärt Verboon (41, zwei Kinder). „Wir denken konstruktiv über anstehende Probleme mit, wie beispielsweise die Dynamik in den Gruppen oder das Ausscheiden von festangestellten Leitern oder Leiterinnen. Und wir können oft Themen auf die Tagesordnung setzen, die für uns Eltern wichtig sind.“
Grundsätzlich muss der Elternrat allen strukturellen Veränderungen in den Betreuungsstätten und allen geplanten Richtungsänderungen zustimmen. Auch bei der Einführung neuer Protokolle in den Niederlassungen wird erst der Elternrat um eine Stellungnahme gebeten.
Poldermodell
„Theoretisch könnten wir bestimmt auch Pläne verhindern, wenn wir wollten“, lacht Verboon. „Aber so denken wir nicht, ganz im Gegenteil. Partou und die Eltern haben ein gemeinsames Interesse, nämlich: Was ist für die Kinder am besten? Manchmal gibt es unterschiedliche Sichtweisen, aber dann hören wir einander zu und versuchen, die Pläne gegebenenfalls etwas anzupassen. Nennen Sie es das niederländische ‚Poldermodell‘: Mit schlechter Zusammenarbeit ist niemandem geholfen.“
Der Elternrat in Bergschenhoek besteht aus vier Personen. Die Bildung eines ER hängt davon ab, wie viele Eltern sich beteiligen wollen. Das ist auch der Grund, warum nicht jede Partou-Niederlassung über einen ER verfügt; manchmal reicht das Engagement der Eltern nicht aus. Dann muss die Niederlassungsleitung wichtige Entscheidungen im Rahmen einer Elternkonsultation prüfen.
„Wir versuchen, ein möglichst vielfältiges Elternteam zusammenzustellen“, erklärt Verboon. „Der eine hat mehr Erfahrung in Geldfragen, die andere hat einen Hintergrund im Bildungswesen. Man braucht sich also nicht in allem gut auszukennen. Ich selbst bin in der Luftfahrtindustrie tätig, mein Fachgebiet ist die betriebliche Logistik. Dieses Wissen kann bei der Beurteilung neuer Pläne oder Ideen sehr nützlich sein.“
Neue Gebühren
Ein jährlicher Diskussionspunkt ist die Festlegung neuer Gebühren. „Das ist ein Thema, das uns alle angeht“, sagte der Vorsitzende. „Wir versuchen realistisch zu bleiben, die Preise können nicht ewig gleich bleiben. Allerdings sind die Stundensätze in den letzten Jahren weniger stark gestiegen als im öffentlichen Dienst. Schließlich wollen wir die Kinderbetreuung auch für Menschen mit geringerem Einkommen erschwinglich halten. Nicht alle Kostensteigerungen beim Personal müssen automatisch auf die Eltern abgewälzt werden.“
Der Elternrat hat Verständnis dafür, dass manchmal große Ausgaben anfallen, wie zum Beispiel die Installation einer neuen Klimaanlage in der Kita. „Aber wenn man diese Kosten nicht sofort in einem Jahr abschreibt, sondern über drei Jahre verteilt, wird der Effekt gedämpft und es schlägt für die Eltern bei ihren monatlichen Kosten weniger zu Buche.“
Mehr Kommunikation
Verboon würde es begrüßen, wenn Partou mehr Interaktion zwischen den verschiedenen Elternräten in der Region initiieren würde. „Wir haben als Elternrat auch nicht die Weisheit gepachtet“, erklärt er. „Wir können uns landesweit an BOINK, den Interessenverband für Eltern und Elternräte, wenden. Sie haben manchmal
Empfehlungen zu aktuellen Themen und beantworten auch rechtliche Fragen. Außerdem verschickt BOINK einen monatlichen Newsletter mit Tipps und Tricks für Elternräte.“
Es wäre aber auch schön, sich einmal mit anderen Elternräten auf lokaler Ebene austauschen zu können, meint Verboon. „In einem Umkreis von fünf bis sechs Kilometern gibt es Dutzende von Partou-Niederlassungen. Ich fände es eine gute Sache, wenn wir uns alle sechs Monate mit anderen Elternräten treffen könnten, um Erfahrungen auszutauschen und gemeinsam lokale oder regionale Themen
zu besprechen.“